Bohrwiderstandsmessung an einer Sandstein-Musterfassade

Sandstein-Musterfassade, Widerstandsmessung

Zielsetzung

Innerhalb eines wissenschaftlichen Untersuchungsprogrammes ist u. a.
durch Bohrwiderstandsmessung der Einfluss und Schädigungsgrad von Frostperioden auf Sandstein zu erfassen.

 

Einsatzort: Potsdam
Projektpartner: Jäger Ingenieure GmbH Büro für Tragwerksplanung
GEOTRON-ELEKTRONIK, Rolf Krompholz
Messaufbau: TERSIS T2 Prototyp
PKD-Bohrer 3mm, Kompressor, Notebook
   

Datenerfassung:

Die Messaktion war als Referenzmessung an 4 Varietäten von Elbsandstein vor einer ersten Frostperiode geplant. Die Untersuchung im linken Seitenbereich der Fassade wurde mit jeweils 3 Messungen durchgeführt.

 

Material Druckfestigkeit
lt. Hersteller
Bohrwiderstand
Mittelwert aus 1-3
Messung 1
Durchschnitt
Messung 2
Durchschnitt
Messung 3
Durchschnitt
Postaer Sandstein
"Alte Poste"
71,1 N/mm²  2,8 s/mm 2,43 2,36 3,53
Postaer Sandstein "Mühlleite" 55 N/mm²  1,8 s/mm 1,68 1,96 1,83
Reinhardtsdorfer Sandstein 41,1 N/mm²  0,9 s/mm 1,19 0,81 0,77
Cottaer Sandstein 37,4 N/mm²  0,6 s/mm 0,66 0,60 0,55

 

Ergebnis:

Zusätzlich zur geplanten Messaufgabe wurde durch uns eine Korrelation zwischen der Druckfestigkeit lt. Hersteller und dem Mittelwert des Bohrwiderstandes erstellt.

Im Ergebnis präsentiert sich die Möglichkeit mit Hilfe von Bohrwiderstandsmessungen Materialfestigkeiten zu interpretieren.

Wichtig ist für die Ableitung derartiger Beziehungen die konsequente Einhaltung gleicher Messbedingungen. Einflussgrößen wie z. B. Drehzahl, Bohrerzustand bzgl. Abrieb, Anpresskraft in Form von Gewicht oder Druck und Materialfeuchte müssen konstant gehalten werden.

Bohwiderstandsmessung - Korrelation zwischen Druckfestigkeit und Bohrwiderstand