Impakt-Echo-Verfahren

Autor: Geotron-Elektronik

Verfasst:1999
Literatur:

Richtlinie für die Anwendung der Zerstörungsfreien Prüfung von Tunnelinnenschalen (RI-ZFP-TU)
Verkehrsblatt Heft 8/2001 vom 30. April 2001; Bezug: Verkehrsblatt-Verlag, Hohe Strasse 38, 44138 Dortmund

 

Das Impakt-Echo-Verfahren wird besonders vorteilhaft bei Untersuchungen an einseitig zugänglichen Betonbauteilen zur Bestimmung der Materialdicke und zur Fehlstellenortung eingesetzt. Es kann dabei als eigenständiges Verfahren oder in Kombination mit dem Ultraschall-Verfahren zur Schallgeschwindigkeitsbestimmung eingesetzt werden und dient der Ermittlung des Laufzeit- und Resonanzverhaltens der Longitudinalwelle im Messobjekt. Die Resonanzen der jeweiligen Messstellen können in die Bauteildicke umgerechnet werden, wenn vorab eine Kalibrierung an einer manuell gemessenen Dicke, z. B. Bohrloch / Fuge durchgeführt wurde oder eine Information über die Schallgeschwindigkeit im entsprechenden Material vorliegt. Die Querabmessungen im Bauteil müssen zur sicheren Messung ein Vielfaches der Dicke betragen.

Beim Impakt-Echo-Verfahren wird die Schallenergie durch eine mechanische Stoßanregung (Impakt), z. B. einemHammerschlag oder Kugelaufprall, auf das Messobjekt erzeugt.

Die dadurch entstandene, als Resonanz im Prüfkörper mehrfach reflektierte Welle (Echo) wird mit einem breitbandigen Empfänger durch Ankopplung auf der Oberfläche aufgenommen und ausgewertet.Sowohl die Größe bzw. Masse des Impaktors als auch die eingesetzte Schlagenergie bestimmen ebenso wie die Dicke und Schallgeschwindigkeit des Materials das vom Empfänger aufgenommene Signal in Amplitude und Frequenzspektrum. Die erzeugte Frequenz kann so durch Auswahl eines Impaktors optimiert und auf die Materialdicke und deren Eigenresonanz angepasst werden.

Praktische Anwendung findet dieses Verfahren bei der zerstörungsfreien Messung der Wanddicke von Tunnelinnenschalen, Wänden oder Fundamentelementen mit einer Dicke größer 20 Zentimeter.


Gerätetechnik:

  • Ultraschall-Messsystem UKS-D
  • US-Geber UPG 250 zur Laufzeitbestimmung
  • US-Empfänger UPE zur Laufzeitbestimmung
  • Breitbandsensor 5 Hz-30 kHz zur Impaktresonanz-Bestimmung
  • Impakt-Hammer
  • Software LightHouse IMPAKT zur kombinierten Auswertung der Ultraschall- und Impaktmessung

 

siehe auch: Impakt-Echo-Messung Bramschtunnel Dresden  

   Impact-Verfahren Impakt-Echo-Verfahren (PDF-Datei)